9. Jahrhundert v. Chr.
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Das 9. Jahrhundert v. Chr. begann am 1. Januar 900 v. Chr. und endete am 31. Dezember 801 v. Chr..
Zeitalter/Epoche
In Mitteleuropa beginnt die Eisenzeit.
Ereignisse/Entwicklungen
- 841 v. Chr. - In einem Aufstand wird König Li von Zhou aus seiner Hauptstadt vertrieben. Das ist das erste bis auf das Jahr datierbare Datum in der chinesischen Geschichte
- 814 v. Chr. Gründung der nordafrikanischen Stadt Karthago
- um 800 v. Chr. - Die Iberer haben erstmals mit den Phöniziern und Griechen Handelskontakte.
Persönlichkeiten
Könige von Juda
- Asa (910 bis 869 v. Chr)
- Joschafat (872 bis 848 v. Chr.)
- Joram (Israel) (848 bis 841 v. Chr.)
- Ahasja (841 bis 835 v. Chr.)
- Joas (835 bis 796 v. Chr.)
- Baesa (909 bis 886 v. Chr.)
- Ela (886 bis 885 v. Chr.)
- Simri (885 v. Chr.)
- Omri (885 bis 874 v. Chr.)
- Ahab (874 bis 853 v. Chr.)
- Ahasja (853 bis 852 v. Chr.)
- Joram (Juda) (852 bis 841 v. Chr.)
- Jehu (841 bis 814 v. Chr.)
- Joahas (814 bis 798 v. Chr.)
Erfindungen und Entdeckungen
00-09
ja:紀元前9世紀
ko:기원전 9세기
Wikipedia:WikiProjekt ZeitZiel ist es vorhandene wikipedia-Artikel im Themenkomplex Zeit – Zeitrechnung – Kalender – Zeitskalen (in Geschichte und Naturwissenschaften) besser zu erschließen.
Vorgehensweise
# Die Artikelserien der Zeitskalen werden betrachtet und neu verlinkt. Begonnen wird dabei bei den Jahrtausenden, fortgefahren mit den immer kürzeren Zeitskalen. Parallel dazu wird der restlichen Artikelbestand untersucht und die relevanten Links hier gesammelt.
# Der restliche Artikelbestand wird neu verlinkt, die genaue Vorgehensweise wird geklärt, wenn 1) abgeschlossen ist.
Die Zeitskalen
Die Artikelserien werden einzeln betrachtet und neu verlinkt
Jahrzehntausend
Diese Skala entfällt, diente auch früher nur der Navigation innerhalb der Jahrtausende der entsprechende Artikel wird gelöscht.
Jahrtausende
Aktuell 10. Jahrtausend v. Chr. bis 2. Jahrtausend = 12 Artikel
Stand der Navigation: Navigationstabelle, die jedes Jahrtausend enthält. Jeder Artikel ist (jetzt) mit jedem Anderen verlinkt. Zusätzlich gibt es bei den Jahrtausenden, zu denen es auch Jahrhundert-Artikel gibt, eine Tabellenzeile mit Links auf diese Jahrhundert Artikel.
Aktuelle Einstiegspunkte
- Zeitskala komplette Navigationstabelle ist eingebaut (Selbstbezüglicher Link entfernt!)
- Jahrtausend komplette Navigationstabelle ist eingebaut
- über die Jahrtausender-Links innerhalb der Jahrhundert-Navigationstabelle
Geplante weitere Einstiegspunkte
- Jahreskalender Navigationstabelle einbauen?
- ...
Jahrhunderte
Aktuell 40. Jahrhundert v. Chr. bis 20. Jahrhundert + 21. Jahrhundert = 61 Artikel
Stand der Navigation: Navigationstabelle, die jedes Jahrhundert enthält. Aus Platzgründen werden in die einzelnen Artikel jedoch nur 4 Tabellenzeilen (4 Jahrtausende) eingebaut.
Aktuelle Einstiegspunkte:
- Zeitskala komplette Navigationstabelle ist eingebaut (Selbstbezüglicher Link entfernt!)
- Jahrhundert komplette Navigationstabelle einbauen (Selbstbezüglicher Link entfernt!)
- Jahreskalender („Überschriften“ Links zum jeweiligen Block mit den Jahren)
- über die Jahrhunderter-Links in einigen der Jahrtausender-Artikeln
Geplante Einstiegspunkte:
- über die Jahrhunderter-Links in der Jahrzehnte-Navigationstabelle
- Jahreskalender komplette Navigationstabelle einbauen?
- ...
Jahrzehnte
Aktuell von 490er v. Chr. bis 2010er = 252 Artikel, sind jedoch Teilweise zur Zeit nur ein redirect auf das entsprechende Jahrhundert, was jedoch jederzeit geändert werden könnte.
Aktuelle Einstiegspunkte
- Jahrzehnt
- Zeitskala (nur TEILE der relativ großen Tabelle)
Geplante Einstiegspunkte
- Jahrzehntekalender mit Link aus Zeitskala
Jahre
Aktuell von 400 v. Chr. bis 2016 (verlinkt bis 2200)
Aktuelle Einstiegspunkte
- Jahreskalender [Jahresübersicht] IN DER TABELLE auch Link auf alle entsprechende Jahrhunderte [http://de.wikipedia.org/w/wiki.phtml?title=Spezial:Whatlinkshere&target=Jahreskalender Links auf diese Seite]
Geplante Einstiegspunkte
- Jahreskalender mit Link aus Zeitskala, Jahr, ...
- Einen Teil aus Jahreskalender (19. + 20. jahrh.) in Jahr?
Tage – Historische Jahrestage
Historische Jahrestage Linktabelle auf alle Tage des Jahres und die Monate [http://de.wikipedia.org/w/wiki.phtml?title=Spezial:Whatlinkshere&target=Historische_Jahrestage Links auf diese Seite]
Übersicht über den restlichen Artikelbestand
Portale
- Zeitskala momentan Zeittabelle + Links auf Jahreskalender, Jahrzehnte und Historische Jahrestage [http://de.wikipedia.org/w/wiki.phtml?title=Spezial:Whatlinkshere&target=Zeitskala Links auf diese Seite] – dieser Artikel ist auf allen historischen Jahrestagen verlinkt
- Portal:Geschichte Komplexes, strukturiertes Portal, lebt davon, das es regelmäßig aktualisiert wird?
Meta-Artikel
Oberbegriffe, die untereinander verlinkt werden sollten?
Zeit – Zeitmessung
- Zeitrechnung (Chronologie) ist die zyklische sowie die lineare Strukturierung der Zeit. Brauchbarer Artikel, bereits mit vielen Links
- Uhr mit langer Liste aller Uhrentypen
Kalender
- Kalender DER Metaartikel für alle Weiteren Kalendersysteme (Gregorianischer ...)
- Astronomie Beobachtung der Himmelskörper als Grundlage von Zeitmessung + Kalender
Zeitskalen (in Geschichte und Naturwissenschaften):
- Naturgeschichte erweitern?
- Kosmologie eigentlich Teil der Naturgeschichte?
- Erdgeschichte erweitern?
- Geologische Zeitskala (große Tabelle plus Inhalt) wichtig!
- Historische Geologie ist ein Teilgebiet der Geologie und erforscht die Geschichte des Planeten Erde
- Urgeschichte
- Frühgeschichte
- Geschichte
Artikel
Zeitrechnung/Zeit – Definition, Einheiten und Allgemeines
- Zeit Brauchbarer Artikel
- Zeitpunkt kurz
- Zeitraum [Zeitintervall] kurz
- Zeitpfeil eine Gesetzmäßigkeit, die zwischen Vergangenheit und Zukunft unterscheidet.
- Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft
- Zeitzone
- Ortszeit (gleiche) Zeit in der Zeitzone
- GMT Greenwich Mean Time, Vorgänger der UTC
- UTC Abkürzung für Universal Time Coordinated
- Sommerzeit ausführlicher Artikel, Winterzeit = Normalzeit redirect zu Sommerzeit
- MEZ Standardzeit ist die Mitteleuropäische Zeit, UTC plus 1 Stunde
- MESZ Mitteleuropäische Sommerzeit, UTC plus 2 Stunden
- Jahrtausend, Jahrhundert, Jahrzehnt, Jahr, Monat, Woche, Tag, Stunde, Minute, Sekunde, Millisekunde
Uhren – Zeitmessung
- Zeitmessung
- Uhrzeit
- Atomuhr als EINEN Uhrentyp, alle Anderen über Links in Uhr
- Global Positioning System Positionsbestimmung durch Zeitmessung – Nebenthema
Kalender
- Gregorianischer Kalender als DEN Kalender, alle Anderen über Links in Kalender (wichtig!)
- Schaltjahr, Schaltmonat, Schalttag, Schaltsekunde
- Kalenderdatum Das Tagesdatum im Kalender (Umgangsspr. Datum) (wichtig!)
- Datumsformat legt die Form fest, in der Kalenderdatum und Uhrzeit dargestellt werden (wichtig!)
- ISO 8601, EN 28 601, DIN 5008
- Jahreszeiten
- Frühling, Sommer, Herbst, Winter
- Sonnenwende (Astronomie)
- Tagundnachtgleiche
- Sommersonnenwende, Wintersonnenwende
- Mitternachtssonne
- Osterdatum
- Kalendarium (Nebenthema)
- V. u. Z. ist die Abkürzung für „vor unserer Zeitrechnung“ (Nebenthema)
- Das Jahr Null [Jahr 0] (Nebenthema)
Astronomie – (Kalender)
- Geschichte der Astronomie
- Deklination (Astronomie)
- Rektaszension
- Siderisches Jahr
- Sonnentag und Sternentag
- Julianisches Datum gibt die Zahl der Tage an, die seit dem 1. 1. 4713 v. Chr. vergangen sind. Es wird vor allem in der Astronomie verwendet, nicht zu verwechseln mit dem Julianischen Kalender.
Kosmologie – (Physik)
- Lichtgeschwindigkeit
- Michelson-Morley-Versuch
- Spezielle Relativitätstheorie
- Raumzeit
- Eigenzeit
- Zeitdilatation
- Zwillingsparadoxon
- Urknall
- Planck-Zeit
Erdgeschichte
Naturgeschichte
- Paläontologie die Lebewesen und deren Lebensumstände
Momentan verwendete Formatvorlagen für Navigationselemente
Linktabelle-Navigationsleiste für Jahrtausende
aktuelle Version
Hier als Beispiel das 3. Jahrtausend v. Chr.
Zu diesem Jahrtausend v. Chr. existieren auch Wikipedia-Artikel zu den Jahrhunderten:
Zweiter Entwurf
Linktabelle-Navigationsleiste für Jahrhunderte
Aktuelle Version
In die einzelnen Artikel werden nur jeweils 4 Zeilen (4 Jahrtausende) eingebaut
Vorschlag NEUE Tabelle für Jahrzehnte
Als Ersatz für die bisherige Version: Jahrzehnt
Zu umfangreich zur Navigation in jedem Jahrzehnt-Artikel
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Format Jahrhundert
17. Jahrhundert – 18. Jahrhundert – 19. Jahrhundert – 20. Jahrhundert – 21. Jahrhundert (weitere Jahrhunderte)
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Jahrzehnte und Jahre
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Format Jahrzehnt
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Format Einzelne Jahre
Zeit
JahrzehntDas Jahrzehnt, auch Dekade oder Dezennium ist ein Zeitraum von 10 Jahren.
In seine strikten, mit Ordinalzahlen versehenen Bedeutung, wird das Jahrzehnt zur geschichtlichen Zeiteinteilung verwendet, zum Beispiel „das erste Jahrzehnt des zwanzigsten Jahrhunderts“. Dieses begann natürlich erst am 1. Januar 1901 und endete am 31. Dezember 1910. (Siehe das Jahr Null).
Daneben gibt es die sogenannten „gebräuchlichen Dekaden“, zum Beispiel die „20er Jahre des 20. Jahrhunderts“. Diese sind aber nicht völlig identisch mit dem „dritten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts“, da die erstere, logischerweise, das Jahr 1920 ein- und das Jahr 1930 ausschließt, der letztere Begriff, genauso logisch, das Jahr 1920 aus- und hingegen das Jahr 1930 mit einschließt. Gewöhnlich werden die „usuellen Dekaden“ auch erst ab den zwanziger Jahren aufwärts verwendet, von „zehner“ Jahren zu sprechen ist eher ungewöhnlich, „Nuller“ Jahre klingt gänzlich künstlich. Die Geschichtswissenschaft verwendet deshalb vornehmlich die eigentlichen Jahrzehnte.
In der Politik wird der Begriff „Dekade“ oder „Jahrzehnt“ auch benutzt, um sich eine Zeitspanne zur Erreichung von Zielen vorzugeben. Beispiele aus der Arbeit der UNO:
- Jahrzehnt zur Zurückdrängung der Malaria in den Entwicklungsländern, insbesondere in Afrika, von 2001 bis 2010
- Zweite Internationale Dekade für die Beseitigung des Kolonialismus, von 2001 bis 2010
- Internationale Dekade für eine Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit zugunsten der Kinder der Welt, von 2001 bis 2010
In der Wikipedia werden für die Übersichtsartikel – wegen der intuitiveren Navigation – die „usuellen Dekaden“ anstelle der „historischen Jahrzehnte“ verwendet. Hingegen werden die Jahrhunderte korrekt dargestellt (z. B. das Jahr 2000 beim 20. Jahrhundert, das Jahr 1900 beim 19. Jahrhundert usw.). Siehe zu dieser Thematik auch die Artikel Jahrtausend und Jahr Null.
Siehe auch: Jahreskalender für eine Aufstellung nach einzelnen Jahren, Historische Jahrestage für eine Übersicht über die einzelnen Tage des Jahres, Dekade für andere Bedeutungen des Begriffs.
Artikel zu einzelnen Dekaden
Zu den folgenden „gebräuchlichen Dekaden“ (nicht Jahrzehnten) existieren in der Wikipedia Artikel:
Wikipedia-Links zum Themenkomplex Kalender und Zeit
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Kategorie:Zeitbegriff
Kategorie:Kalender
Kategorie:Maßeinheit
ja:10年紀
simple:Decade
900 v. Chr.
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Das 9. Jahrhundert v. Chr. begann am 1. Januar 900 v. Chr. und endete am 31. Dezember 801 v. Chr..
Zeitalter/Epoche
In Mitteleuropa beginnt die Eisenzeit.
Ereignisse/Entwicklungen
- 841 v. Chr. - In einem Aufstand wird König Li von Zhou aus seiner Hauptstadt vertrieben. Das ist das erste bis auf das Jahr datierbare Datum in der chinesischen Geschichte
- 814 v. Chr. Gründung der nordafrikanischen Stadt Karthago
- um 800 v. Chr. - Die Iberer haben erstmals mit den Phöniziern und Griechen Handelskontakte.
Persönlichkeiten
Könige von Juda
- Asa (910 bis 869 v. Chr)
- Joschafat (872 bis 848 v. Chr.)
- Joram (Israel) (848 bis 841 v. Chr.)
- Ahasja (841 bis 835 v. Chr.)
- Joas (835 bis 796 v. Chr.)
- Baesa (909 bis 886 v. Chr.)
- Ela (886 bis 885 v. Chr.)
- Simri (885 v. Chr.)
- Omri (885 bis 874 v. Chr.)
- Ahab (874 bis 853 v. Chr.)
- Ahasja (853 bis 852 v. Chr.)
- Joram (Juda) (852 bis 841 v. Chr.)
- Jehu (841 bis 814 v. Chr.)
- Joahas (814 bis 798 v. Chr.)
Erfindungen und Entdeckungen
00-09
ja:紀元前9世紀
ko:기원전 9세기
Eisenzeit
Die Eisenzeit ist nach der Steinzeit und der Bronzezeit die dritte Periode der Menschheitsgeschichte. In dieser Zeit begann man, Eisen für Werkzeuge und Waffen zu verwenden. Auf die Eisenzeit folgt – je nach Kulturkreis – die Antike oder die Völkerwanderungszeit.
Je nachdem, ob bereits die Schrift entwickelt wurde, fällt der Anfang der Eisenverhüttung und -bearbeitung in die Vorgeschichte (z. B. Mittel- und Nordeuropa) oder Frühgeschichte (Mittelmeerraum, Vorderer Orient, China, Indien). Während der Eisenzeit begannen Menschen in vielen Regionen damit, schriftliche Dokumente zu hinterlassen. Die Eisenzeit gilt daher vielerorts als Endpunkt der Vorgeschichte, da der Gebrauch des Schrifttums den Übergang zur Frühgeschichte markiert.
Mitteleuropa
Frühgeschichte, England]]
In Mitteleuropa beginnt die Eisenzeit im 8. Jahrhundert v. Chr. Sie wird unterteilt in
- Frühe oder Ältere Vorrömische Eisenzeit (800–450 v. Chr.), die Hallstattzeit,
- Späte oder Jüngere Vorrömische Eisenzeit (450–30/15 v. Chr.), die La-Tène-Zeit,
- Römische Kaiserzeit (nördlich und östlich des Limes, die Germania Magna).
Einige wichtige archäologische Fundstätten:
- der frühkeltische Fürstensitz auf der Heuneburg (Baden-Württemberg)
- das keltische Oppidum von Manching (Bayern)
- Grabfunde in Kleinbasel,
- Grabhügel in der Hard,
- das Dorf Biskupin im heutigen Polen,
- Hallstatt in Österreich,
- der Neuenburger Vorort La Tène.
Siehe auch: Portal:Vor- und Frühgeschichte - Dreiperiodensystem. In der Eisenzeit wurde viel neuer Schmuck hergestellt wie z.B. Armreifen, Ringe und kunstvolle Ketten
Weblinks
- [http://www.archaeologie-online.de/links/154/157/index.php Weblinks zur Eisenzeit] bei http://www.archaeologie-online.de.
- [http://www.porta-praehistorica.de Porta praehistorica et antiqua]. In diesem Diskussionsforum werden Fragen zur Lebensweise, Kleidung, Ernährung und Kultur der Menschen in der Ur- und Frühgeschichte und der Antike behandelt.
-
- [http://de.encarta.msn.com/encyclopedia_761578781_1/Eisenzeit.html Eisenzeit]. Enzyklopädieartikel aus MSN Encarta.
- [http://www.landschaftsmuseum.de/seiten/lexikon/hallstattzeit.htm Hallstattzeit]. Im Landschaftsmuseum auf der Plassenburg ob Kulmbach werden auch viele Funde aus der Hallstattzeit gezeigt.
- [http://www.spuren-der-jahrtausende.de Die Ausgrabungen von Manching]
Kategorie:Zeitalter
ja:鉄器時代
ko:철기 시대
simple:Iron Age
Geschichte ChinasChina gehört zu den ältesten Zivilisationen und Hochkulturen der Menschheit. Als Träger dieser Kultur und dominierende Volksgruppe haben sich in der Geschichte Chinas die Han-Chinesen etabliert. Schriftliche Aufzeichnungen über die chinesische Kultur reichen über 3.500 Jahre zurück. Im Mythos geht sie ursprünglich auf die drei Urkaiser zurück: Fu-Xi, Shen-Nong und schließlich der Gelbe Kaiser Huang-Di als eigentlicher Kulturschöpfer – ihnen voran gingen 16 irdische und eine Reihe himmlischer Kaiser. Historische Belege für die Existenz dieser Persönlichkeiten gibt es allerdings keine, sie sollen laut Überlieferung vor 5.000 bis 6.000 Jahren gelebt haben.
Für eine schematische zeitliche Übersicht siehe: Zeittafel der chinesischen Geschichte.
Vorgeschichte
Die frühesten menschlichen Funde auf dem Gebiet des heutigen China sind zwei Zähne und Steinwerkzeuge, die in der Provinz Yunnan gefunden wurden (Yuanmou-Menschen); sie werden auf 1,7 Millionen Jahre vor unserer Zeit datiert. Diese frühen Menschen waren Angehörige der Hominiden-Gattung Homo erectus. Auch die späteren Peking-Menschen, von denen zwei gut erhaltene Schädel gefunden wurden und die vor etwa 400.000 Jahren in der Nähe des heutigen Peking lebten, werden den Homo erectus Hominiden zugerechnet. Die zwei Schädel gingen jedoch in den Wirren des Zweiten Weltkrieges verloren.
Der Homo sapiens, der anatomisch dem modernen Menschen entspricht, gelangte nach der Out-of-Africa-Theorie etwa vor 65.000 Jahren ins heutige Gebiet Chinas. Viele chinesische Wissenschafter bevorzugen aber die These, wonach sich der moderne Mensch weltweit gleichzeitig entwickelt habe.
Auffälligerweise wurden bei allen vorgeschichtlichen Funden relativ wenige Steinwerkzeuge gefunden. Es wird deshalb allgemein angenommen, dass in Asien das leichter zu bearbeitende, jedoch weniger haltbare Material Bambus für den Werkzeugbau verwendet wurde.
Archäologische Funde vor allem im Mittellauf des Gelben Flusses und des Yangtse zeigen, dass die Menschen vor etwa 8.000 Jahren Landwirtschaft betrieben, unter anderem bereits Reis und Hirse anbauten und Keramik herstellten. Die vor kurzem noch in der Fachwelt vorherrschende Ansicht, dass der mittlere Lauf des Gelben Flusses (Hoang-ho) das Kerngebiet der chinesischen Kultur sei, gerät angesichts der Ergebnisse neuer Ausgrabungen am mittleren und unteren Lauf des Yangtse zusehends unter Druck. Mittlerweile geht die Mehrheit der Fachwelt eher von einer multizentralen Entstehungsgeschichte aus.
Antike Geschichte
Hoang-ho
Vor etwa 4000 Jahren existierte die Xia-Dynastie, die angeblich auf den Kaiser Yu zurückgeht. Da es aus dieser Zeit kein direktes, schriftliches Zeugnis gibt und die späteren Berichte nicht besonders zuverlässig sind, wurden die Existenz dieser Dynastie und die der überlieferten Kaiser für lange Zeit von einigen Gelehrten bezweifelt. Die archäologischen Funde scheinen jedoch ihre Existenz zu bestätigen. Es handelte sich bei dieser Dynastie wahrscheinlich um eine Art Stammeszusammenschluss.
Noch zur Zeit der Xia-Dynastie (ab 1766 v. Chr.) soll das Volk der späteren Hunnen entstanden sein: Kia, das 17. Mitglied dieses Herrscherhauses, wurde durch eine blutige Rebellion entthront und zog sich mit einer kleinen Schar in die nördlichen Gebiete zurück.
Hunnen
Abgelöst wurde die Xia-Dynastie von der Shang-Dynastie (ca. 1570 - 1066 v. Chr., auch Yin genannt). Aus dieser Zeit stammen die ersten Funde von Schriftzeugnissen; es wurde bereits Bronze verarbeitet, Wälle gebaut und es gab Pferde-Streitwagen. Die Shang-Dynastie verfügte über eine gut ausgebaute Bürokratie. Zu ihrer stärksten Zeit reichte ihr Einfluss bereits über das gesamte Gebiet des mittleren und unteren Laufs des Gelben Flusses, bis in das Gebiet der heutigen Provinz Liaoning hinein und bis zum Lauf des Yangtse.
Funde legen nahe, dass es parallel weitere eigenständige Kulturen gab. Am bekanntesten sind die aus Gold, Bronze und Jade gefertigten Objekte, die bei Sanxingdui (Chengdu) gefunden wurden.
Chengdu
Die Zhou-Dynastie (1045 - 221 v. Chr.) wird in die beiden Perioden Westliche Zhou-Dynastie und Östliche Zhou-Dynastie aufgeteilt. Letztere wiederum in die Zeit der Frühlings- und Herbstannalen und die Zeit der Streitenden Reiche. Während aus der ersten Periode nur späte Überlieferungen vorhanden sind, gibt es aus der Östlichen Zhou-Zeit viele zeitgenössische Dokumente. Die Zhou-Dynastie war wahrscheinlich ein Zusammenschluss verschiedener kleiner Stämme, die Kleinstaaten bildeten und deren Oberhaupt Zhou war. In der Östlichen Zhou-Zeit nannten sich nur die Zhou-Herrscher König (Wang 王), während sich die anderen Herrscher Gong (公, gewöhnlich als Herzog übersetzt) nannten. Erst in der Periode des Frühlings und des Herbstes begannen die übrigen Herrscher sich ebenfalls König zu nennen, was einen eindeutigen Hinweis auf den Autoritätsverlust der Zhou-Herrscher darstellt.
Ab der Zhou-Zeit ist es auch möglich, historischen Ereignissen eindeutige Jahreszahlen zuzuordnen. Durch den Machtverlust der Zhou-Herrscher fand gleichzeitig eine zunehmende Zentralisierung statt. Anfangs gab es etwa 170 kleine Königreiche, bei denen es zwar nur einen lockeren Zusammenhalt gab, die sich allerdings schon als ein Volk betrachteten - vor allem in Abgrenzung zu den 'Barbaren' der umliegenden Nomadenstämme.
Durch Kriege, Heirat und Diplomatie schlossen sich die Königreiche immer weiter zusammen. Zur Zeit der Periode der kämpfenden Staaten existierten nur noch sieben Königreiche. In jener Zeit wuchsen die Bevölkerungszahlen durch verbesserte landwirtschaftliche Anbaumethoden stark an. Es wurden Waffen aus Eisen benutzt. Die Zhou-Zeit war die Blütezeit der großen Philosophen Chinas.
Kaiserzeit
In den über 2000 Jahren des chinesischen Kaiserreichs wechseln sich Zeiten relativer Stabilität mit Einfällen nomadischer Völker (vor allem aus den nördlichen Regionen) und heftigen Verwerfungen zwischen den Dynastien ab, durch die es zu teils langandauernden Teilungen kam.
Die traditionelle chinesische Geschichtsschreibung legt großen Wert auf die Beschreibung der jeweiligen Hauptdynastien, während die Zeiten der Teilung eher vernachlässigt werden. Nachfolgend findet sich eine Auflistung aller Epochen mit jeweils einer kurzen Beschreibung. Die detaillierten Beschreibungen der jeweiligen Dynastien, Perioden oder Staaten finden sich im ausführlichen Artikel.
Qin-Dynastie (221 - 207 v. Chr.): Einigung des Reiches
Qin-Dynastie
Das Reich Qin war eines der sieben Königreiche am Ende der Zhou-Dynastie. Es verfügte über eine effektive Verwaltung und eine äußerst restriktive Gesetzgebung, die das Leben der Bauern regelte. Durch Intrigen erreichte der Kaufmann Lü Buwei, dass der Prinz Zhuangxiang die Thronfolge erlangte. Dieser ernannte Lü Buwei zum Kanzler.
Nach dem Tod des Prinzen wurde dessen Sohn Zhao Zheng neuer König. Er zeichnete sich durch eine besondere Brutalität aus. Es gab mehrere Attentate, die jedoch scheiterten. In mehreren Feldzügen unterwarf Zheng die anderen Reiche und führte dadurch 221 v. Chr. die Reichseinigung herbei. Er ließ sich als erster Kaiser krönen und nannte sich Qin Shi Huangdi - 'Erster Gottkaiser Qin'. In der Folge wurde eine Reihe von Reformen durchgeführt. Ganz China erhielt das effektive Verwaltungssystem des Reiches Qin. Außerdem wurden Maße und Gewichte standardisiert. Minister Li Si vereinheitlichte die Schrift.
Gegen die Nomadenstämme im Norden und Westen (Hsiung-nu u.a.) ließ er in Zwangsarbeit die große chinesische Mauer durch die Verbindung bereits bestehender Mauern der sieben Reiche errichten. Auch erste Kanäle für den Transport von Waren wurden gebaut.
210 v. Chr. starb Kaiser Qin Shi Huangdi. Er wurde in einer großen Anlage beigesetzt, die berühmte Terrakottaarmee ist eine seiner Grabbeigaben (und eine so "unbedeutende", dass sie in der Geschichtsschreibung nicht einmal Erwähnung fand!). Sein Grab ist bislang ungeöffnet; die bisherige Erkundung ergab, dass es bislang nicht von Grabräubern angetastet wurde. Kurz nach seinem Tod kam es unter seinem Sohn zu Aufständen der Bauern, die in einem Bürgerkrieg zur Gründung der Han-Dynastie führten.
Han-Dynastie (206 v. Chr. - 220 n. Chr.): Konsolidierung des Kaiserreichs
Han-Dynastie
Angesichts der desolaten Zustände im Land versuchten die ersten Han-Kaiser, die Lage durch niedrige Steuern und großzügige Landverteilung zu konsolidieren. Die erfolgreichen Maßnahmen machten die Han-Zeit zu einer Blütezeit der Kaiserperiode. In der Tat war die Han-Dynastie militärisch und wirtschaftlich so erfolgreich, dass man fortan das chinesische Volk auch als Han-Chinesen bezeichnete.
So fällt in ihre Regierungszeit die Angliederung der Volksgruppen im heutigen Südchina (111 v. Chr. Eroberung von Kanton). Mit der Unterwerfung der Kleinstaaten entlang der Seidenstraße entstand eine, allerdings nicht direkte, Handelsbeziehung mit dem Römischen Reich. Gleichzeitig erreichte der Buddhismus auf diesem Weg China.
Zur Staatsphilosophie erhoben die Han-Kaiser jedoch den Konfuzianismus. Er sollte in dieser Funktion in den nächsten zwei Jahrtausenden Gültigkeit behalten.
Die Usurpation des Kaiserthrons durch Wang Mang (8 n. Chr. bis 25 n. Chr) beendete die sogenannte Westliche Han-Dynastie. Ihr folgte die Östliche Han-Dynastie. Die Herrschaft des letzten Han-Kaisers schließlich wurde vor allem durch innere Machtkämpfe im Kaiserhaus und das Erstarken regionaler Militärmachthaber geschwächt. Der Aufstand der Gelben Turbane, angeführt von einer Sekte des Taoismus, stürzte das Land vollends ins Chaos.
Die Drei Königreiche (220 - 280 n. Chr.): Kampf um das Han-Erbe
Die Drei Königreiche
Schon lange bevor der letzte Han-Kaiser abgesetzt wurde, war er zu einem Machtinstrument ambitionierter Warlords, die ihn gefangen hielten, verkommen. Der Staat war in Teile zerbrochen, mit regionalen Kriegsfürsten, die kurzzeitig Bündnisse untereinander eingingen, nur um kurze Zeit später wieder gegeneinander zu kämpfen.
Im Jahre 220, als der letzte Han-Kaiser abtreten musste, hatten sich drei regionale Mächte aus diesen Kämpfen herauskristallisiert: Cao Caos Wei kontrollierten das chinesische Kernland am mittleren und unteren Lauf des Gelben Flusses. Shu (Kanzler Zhuge Liang) hatte sich in der schwer zugänglichen Kesselprovinz Sichuan eingeigelt. Die Wu-Dynastie schließlich kontrollierte das fruchtbare Land südlich des Yangtse und konnte den Strom als natürliche Grenze gegen die starken Wei behaupten.
Durch den sehr populären Roman "Die Geschichte der drei Königreiche" sowie unzählige Theaterstücke sind viele Geschichten und Helden aus dieser Epoche unter den Chinesen so bekannt wie Adam und Eva in der westlichen Welt. Einige der Helden wurden sogar als Götter verehrt oder von späteren Kaisern zu Gottkaisern erhoben.
Beendet wurde diese Zwischenzeit von Sima Yan, einem General der Wei. Er setzte den letzten Wei-Kaiser ab, nahm selbst seinen Platz ein und begründete so die Dynastie der Jin. Die Schwäche der anderen beiden Reiche erlaubte es ihm, das Land nach 60jähriger Teilung und einer noch längeren Zeit der Unruhe wieder zu einen.
Jin-Dynastie (265 - 420): Die kurze Vereinigung
Jin-Dynastie
Die Jin-Dynastie wurde nach kurzer Zeit von inneren Machtkämpfen erschüttert, als zwischen den Brüdern des Kaisers bewaffnete Auseinandersetzungen ausbrachen. Diese Schwäche konnten die Nomaden aus dem Norden (Hsiung-nu) ausnutzen. Mit der Gefangennahme und Hinrichtung des Jin-Kaisers endete die Westliche Jin-Dynastie. Ein Verwandter des Kaisers flüchtete ins heutige Nanjing und gründete die östliche Jin-Dynastie, während das alte chinesische Kernland ins Chaos abdriftete. Die eingefallenen Nomaden konnten keine stabile Regierung errichten, so lösten sich sechs Königreiche in schneller Folge ab.
Am Ende der Jin-Dynastie hatten sich zwei Machtblöcke etabliert: Am Lauf des Gelben Flusses die fremde Nördliche Dynastie und entlang des Yangtse eine nationalchinesische südliche Dynastie. Beide Machtblöcke kämpften in wechselnder Intensivität um das ganze Land, keiner von beiden konnte es jedoch einen.
Als Ergebnis dieser Kämpfe stieg die Macht der Militärbefehlshaber beständig. Im Süden lösten einander innerhalb von knapp 150 Jahren vier Dynastien ab. Alle Wechsel folgten demselben Muster: der Militärbefehlshaber setzte den jeweils herrschenden Kaiser ab und sich selbst an seiner Stelle ein. Im Norden konnten sich dagegen die Nördlichen Wei über längere Zeit behaupten, ihr Reich zerfiel aber schließlich in zwei Teile.
In dieser Periode der Unruhe erlebte eine fremde Religion ihre erste Blütezeit: der Buddhismus verbreitete sich in China. Im Norden waren einige Königreiche sogar dazu übergegangen, ihn als Staatsreligion zu installieren. Auch stammen viele Klöster aus dieser Zeit.
Sui-Dynastie (589-618): Ein kurzes Intermezzo
Sui-Dynastie
Die kurzlebige Sui-Dynastie stellte eine Vereinigung des Landes nach einer fast 300-jährigen Teilung dar. Allerdings führten hohe Steuern und schwere Fronarbeiten, die der Sui-Kaiser den Bauern auferlegte, schnell zu Aufständen, die den Weg für die Tang-Dynastie ebneten. Diese profitierte von Reformen und Bauvorhaben der Sui. Das beste Beispiel hierfür ist der Kaiserkanal, der unter dem Sui-Kaiser Wen Di (581-604) begonnen wurde und bis heute das Yangtse-Delta mit Nordchina verbindet.
Tang-Dynastie (618-907): Der Höhepunkt der Kaiserzeit
Tang-Dynastie
Wie die Han-Dynastie stellt die Tang-Dynastie einen Höhepunkt der chinesischen Kaiserzeit dar. Die Chinatowns in amerikanischen Städten heißen auf Chinesisch Tang-Ren-Jie (Straßen der Tang-Menschen). Auch wenn die Glorifizierung durch die spätere Geschichtsschreibung nicht immer zutrifft - so stellte zum Beispiel die Heirat der Tang-Prinzessin Wen Cheng mit dem Herrscher von Tibet keineswegs einen Akt der Souveränität, sondern eher eine Beschwichtigungspolitik dar - so blieben die ersten 150 Jahre der Tang-Zeit eine friedliche und prosperierende Zeit. Die klassischen fünfsilbigen und siebensilbigen Gedichte erreichten ihre Blütezeit (Dichter Li Bai), auch der Handel mit dem Westen über die Seidenstraße florierte. Das Christentum erreichte zum ersten Mal China. Auch nach Japan und Korea pflegte man intensive Beziehungen. Über den Seeweg erreichte der Zen-Buddhismus Japan.
Eine Schwäche der Tang-Dynastie waren ihre inneren Machtkämpfe. So konnte die einzige Kaiserin in der chinesischen Geschichte, Kaiserin Wu Zetian (reg. 690-705) mit Intrigen und sehr brutalen Methoden an die Macht kommen. Auch der Rebell An Lushan war ein Adoptivsohn des Kaisers. Die Rebellion von An Lushan (756-763) stürzte Tang-China ins Chaos und schwächte die Dynastie auf Dauer.
Der 907 an die Macht geputschte Kaiser der Späteren Liang-Dynastie konnte jedoch keineswegs die Situation kontrollieren. Nicht nur dass bereits sein Sohn von einem neuen Putsch gestürzt wurde, auch hatten sich überall in den fernen Provinzen regionale Militärführer eigenständig gemacht. Innerhalb von knapp 50 Jahren wechselten sich in rascher Folge fünf Dynastien in der Hauptstadt ab.
Westliche Xia-Dynastie
Der Song-Dynastie (960-1279) gelang zunächst die weitgehende Wiedervereinigung Chinas nach einer 53-jährigen Periode innerer Kämpfe (Fünf Dynastien). Als Lehre aus dem Untergang der Tang-Dynastie wurde die Armee unter ein ziviles Oberkommando gestellt. Das ganze Reich, das die chinesischen Kernprovinzen umfasste, war mit Polizeistationen und Ämtern überzogen, die die Zentralmacht des Kaisers sicherstellten. Es wurde Papiergeld ausgegeben und der Seehandel gewann an Bedeutung. Die Song-Dynastie war, nicht zuletzt weil Erfinder vom Staat entlohnt wurden, eine Zeit der kulturellen Blüte und Erfindungen (um 1100 gab es große Eisengießereien, die etwa 150.000 t Eisen und Stahl erzeugten).
Die in der Song-Zeit zu ihrer Blüte entwickelte Gedichtform Ci durchbrach die einheitliche Silbenzahl der Tang-Gedichte, führte Rhythmik in den Vortrag ein und wirkte viel lebhafter und intensiver.
Ein radikalprogressiver Reformversuch des Wang An-schi, um die ungerechte Landverteilung und das korrupte Beamtensystem zu mildern, scheiterte am Widerstand der lokalen Beamten, die sich benachteiligt sahen (1069-85).
Militärisch war die Song-Dynastie eine unentschlossene Dynastie. Nicht nur dass sie den Selbstständigkeitsbestrebungen an ihren Grenzen (Tangutenreich, Nanchao) nichts entgegen zu setzen hatte, bedingt durch das zivile Oberkommando konnte die Nördliche Song-Dynastie auch nichts Wirksames gegen die Liao- und später die Jin-Dynastie in Nordchina unternehmen, so dass im Jahr 1126 die Hauptstadt Kaifeng fiel und der Kaiser Hui-tsung gefangen genommen wurde. Die von einem Verwandten des Kaisers gegründete Südliche Song-Dynastie konnte sich durch den Yangtse als natürliche Grenze und durch eine Beschwichtigungspolitik annähernd weitere 150 Jahre halten.
Obwohl China schon früher öfter von nördlichen Völkern regiert wurde, bildete sich in der Song-Zeit erstmals Nationalbewusstsein. Der Grund dafür lag wahrscheinlich in der Diskriminierungspolitik der Liao- und der Jin-Herrscher, die die Han-Chinesen im eroberten Nordchina zu Menschen zweiter Klasse degradierten. An dieser Stelle tauchte zum ersten Mal in der chinesischen Geschichte der Begriff Nationalhelden (zum Beispiel Yo-Fei) auf.
Yuan-Dynastie (1261 - 1368): Die Mongolen-Herrschaft
Yuan-Dynastie
Dem mongolischen Heer, das den eurasischen Kontinent überrollte, fiel zuerst die Jin-Dynastie zum Opfer, wenig später die Westliche Xia-Dynastie und zum Schluss die Südlichen Song. Kublai Khan errichtete in China die Yuan-Dynastie. Die Yuan-Herrscher setzten die Politik der Rassentrennung fort, was dazu führte, dass sie in China nie richtig akzeptiert wurden. Von der traditionellen Geschichtsschreibung wurden die Yuan-Dynastie und ihre Herrscher allgemein sehr abschätzig beurteilt. Dessen ungeachtet erlebte der Handel mit Zentralasien und darüber hinaus eine Zeit der Blüte. Marco Polo gelangte über die Seidenstraße nach China. Den Plan einer Eroberung Japans machte ein Taifun zunichte.
Ming-Dynastie (1368 - 1644): Ein Land schottete sich ab
Ming-Dynastie
Das chinesische Volk war mit der Fremdherrschaft unzufrieden. Dies führte schließlich zu einer Bauernrevolte (Rote Turbane), durch die die Mongolen zurückgedrängt wurden. Die Ming-Dynastie übernahm 1368 die Herrschaft. China blühte wieder auf. Kunst und Kunsthandwerk, insbesondere die Porzellan-Herstellung (Ming-Vasen), erreichten neue Höhen.
Gründer der Dynastie war Zhu Yuanzhang (Hong Wu). Er legte - nicht zuletzt wohl aufgrund seiner bäuerlichen Abstammung - besonderen Wert auf die Landwirtschaft. Große Latifundien wurden vom Staat konfisziert, aufgeteilt und an Kleinbauern verpachtet. Private Sklaverei wurde verboten. Die Rolle des Kaisers wurde noch autokratischer. Fremde Kaufleute unterlagen den gleichen Restriktionen wie einheimische.
Während der Mongolenherrschaft hatte die Bevölkerung um 40 Prozent auf etwa 60 Millionen abgenommen. Zwei Jahrhunderte später hatte sie sich unter den Ming-Kaisern verdoppelt. Die Urbanisierung nahm zu. Große Städte wie Nanking und Peking trugen zum Wachstum des Handwerks bei.
Die Anfangszeit der Ming-Dynastie war eine Epoche besonderer seefahrerischer Leistungen unter Kaiser Zhu Di und seinem Admiral Zheng He, die China zur technologisch und nautisch führenden Seenation der damaligen Welt machten.
Die späteren Ming-Kaiser nahmen eine defensive Strategie ein. Gegen das aufkommende Piratentum an der Küste und die Emigration nach Südostasien verfügten sie ein Seeverbot, Schiffe durften nur noch einen Mast haben. Um sich gegen die Mongolen zu schützen, ließen sie die Große Mauer reparieren und auf den heutigen Stand bringen. Selbst im Land ließen sie mächtige Schutzwälle um die Städte aufziehen.
Gleichwohl legten die Reisen Zheng Hes den Grundstein für die folgende Besiedlung Südostasiens durch Chinesen und für weiteren Handel über See. 1550 wurde das Seefahrtsverbot (Hai jin) wieder gelockert.
Während der Ming-Zeit wurde der erste westliche Handelsposten von den Portugiesen in Macao eröffnet.
Nach innen errichteten die Ming-Kaiser ein in der chinesischen Geschichte beispielloses Netzwerk von Geheimdiensten, bald angeführt von mächtigen Eunuchen. Als der letzte Ming-Kaiser Chongzhen an die Macht kam, versuchte er, die Macht der Eunuchen zu beschneiden und durch eine Landreform die Not der Landbevölkerung zu lindern. Dennoch kamen die Maßnahmen zu spät. Als in der Provinz Shaanxi die Bauern rebellierten, war die Situation nicht mehr unter Kontrolle zu bringen. Der Kaiser erhängte sich, als die Aufständischen in Peking einmaschierten.
Der General Wu Sangui, der die Chinesische Mauer nordöstlich von Peking bewachen sollte, rief die Mandschu zu Hilfe und öffnete die Tore der Mauer für die Qing-Armeen.
Qing-Dynastie oder Mandschu-Dynastie (1644 - 1911): Die letzte Dynastie
Qing-Dynastie
Qing-Dynastie
Die Mandschu gründeten nach dem Sturz der Ming-Dynastie 1644 die letzte chinesische Dynastie. Bis Ende des Jahrhunderts hatten sie ihre Macht im ganzen Territorium, das die Ming beherrscht hatten, konsolidiert und mit erheblichem Aufwand um Xinjiang, Tibet und die Mongolei erweitert. Der Schlüssel zum Erfolg war die Kombination aus kriegerischer Begabung der Mandschu und chinesischer Verwaltung.
Unter den Qing wurden einige herausragende kulturelle Leistungen vollbracht. Unter Kaiser Kangxi wurde das größte Wörterbuch zusammengestellt, und unter Kaiser Qianlong wurde ein Lexikon aller wichtigen kulturellen Arbeiten geschrieben. Das berühmte Buch "Der Traum der roten Kammer" stammt ebenfalls aus dieser Periode. Die Fortschritte in der Landwirtschaft ermöglichten zwischen 1700 und 1800 eine Verdoppelung der Bevölkerung von 180 Millionen auf 400 Millionen. 1759 erreichte das Chinesische Reich mit 11,5 Millionen km2 die maximale Ausdehung in seiner gesamten Geschichte und war somit deutlich größer als heute.
Trotzdem ist es eine verbreitete historische Ansicht, dass die Qing den Niedergang der Ming nur fortgesetzt haben. Um ihre Herrschaft zu festigen, setzten die frühen Qing-Kaiser gezielt Intellektuelle unter Druck. Grausame Strafen wie zum Beispiel die Vernichtung des gesamten Hauses wurden bereits wegen Verwendung bestimmter Wörter verhängt. Im 19. Jahrhundert erlebte China massive soziale Spannungen. Eine Folge von Naturkatastrophen in Verbindung mit vermehrtem Druck der Europäer (vor allem Englands), die Wirtschaft in den entstehenden Weltmarkt zu integrieren, führte zur Verarmung der Massen.
Der Versuch, sich gegen das zunehmend übermächtige Ausland und seine Freihandelspolitik abzuschotten, schlug fehl. Großbritannien setzte im Ersten Opiumkrieg und im Zweiten Opiumkrieg das Recht durch, mit Opium handeln zu dürfen. China musste weitere "Konzessionen" an ausländische Mächte abgeben und im Vertrag von Nanking 1842 Hongkong sowie weitere Vertragshäfen an Großbritannien abtreten.
Der Taiping-Aufstand und Nian-Aufstand sowie von Russland unterstützte islamische und separatistische Bestrebungen in der Mongolei und Xinjiang brachten die Qing-Dynastie in Bedrängnis und konnten teilweise nur mit ausländischer militärischer Hilfe niedergeschlagen werden. Damit geriet China mehr und mehr auf das Niveau einer Kolonie. Das über zwei Jahrtausende andauernde Kaisertum war in einer schweren Krise: Die konfuzianische Herrschaft stützt sich vor allem auf das Ansehen des Kaisers - die letzten Kaiser der Qing-Dynastie mussten zu viele Gesichtsverluste hinnehmen und büßten erheblich an Prestige ein. Vor allem in den letzten Jahren des ausgehenden 19. Jahrhundert kam es zu einer Demütigung Chinas nach der anderen: 1895 die Niederlage gegen Japan, der außer Kontrolle geratene Boxeraufstand 1900 und das mit ihm verbundene Boxerprotokoll von 1901. Die Qing-Dynastie war Anfang des 20. Jahrhunderts am Ende und musste dem Ruf nach Reformen nachgeben.
Zwar versuchten die Qing-Kaiser zunächst noch mit Modernisierungsbestrebungen gegenzusteuern, zum Beispiel mit der so genannten Kampagne zur Selbststärkung. Konservative Kräfte, allen voran Kaiserinwitwe Cixi vereitelten das, indem sie 1898 einen Militärputsch anzettelten und die Reformer ihrer Ämter enthoben (beispielsweise den Kaiser Guangxu, siehe auch: Hundert-Tage-Reform). Korruption lähmte die Armee; so wurden die modernisierten Truppen in mehreren Kriegen vernichtend geschlagen.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lag die Qing-Dynastie in Trümmern. Im Land hatten sich zwei Oppositionsbewegungen gegründet: zum einen die Gemäßigten, die eine Reform des Kaisertums hin zu einer konstitutionellen Monarchie im Sinn hatten, zum anderen die Revolutionäre, die das Kaisertum endgültig beseitigen und China zu einer Republik machen wollten.
Republik China und letztes Kaiserreich (1912 - 1949)
Die Monarchie geht zu Ende
1911 kam es zum Ende der Qing-Dynastie und des letzten Kaisers, Pu Yi. Der General Yuan Shikai verhandelte einerseits mit den Revolutionären unter Sun Yatsen, der am 1. Januar 1912 die Republik China ausrief, andererseits setzte er das Kaiserhaus unter Druck. Um einen Bürgerkrieg und unnötiges Blutvergießen zu verhindern, verzichtete Sun auf das Präsidentenamt zugunsten Yuans, falls dieser die Dynastie kampflos zum Verzicht bewegen konnte.
Yuan Shikai war ein Mann der Tradition. Als bekannt wurde, dass er 1915 selbst den Kaiserthron besteigen wollte, rebellierten nicht nur die Provinzen, selbst seine eigenen Generäle versagten ihm die Unterstützung. Zutiefst enttäuscht und gekränkt starb Yuan kurz darauf am 6. Juni 1916. Für zwei Wochen wurde 1917 nochmals Pu Yi restauriert.
In der Folgezeit kam es zu diversen Aufständen. Die mächtige Beiyang(Peking) Armee von Yuan Shikai zerfiel in mehreren Fraktionen, die einander bekämpften (Nördliche Militaristen). Viele Südprovinzen erklärten sich für unabhängig. Sun Yatsen († 12. März 1925) versuchte, in Kanton eine eigene Machtbasis aufzubauen, um seine Ideale einer Republik wieder herzustellen (ab 1921).
Dies endete im chinesischen Bürgerkrieg.
Der erste Weltkrieg
1917 wurde China nach der Erklärung des U-Boot-Kriegs durch das Deutsche Reich in den Ersten Weltkrieg einbezogen, indem es den Mittelmächten Deutschland und Österreich-Ungarn den Krieg erklärte. China sandte jedoch keine Truppen auf den europäischen, kleinasiatischen oder afrikanischen Kriegsschauplatz. Die inneren Wirren hielten es davon ab und außerdem war Chinas einziges Motiv, überhaupt in den Krieg einzutreten, die Angst vor Japans harter imperialistischer Interessenspolitik. Im November 1914 hatten die Japaner kurz nach ihrem Eintritt in den Weltkrieg die deutsche Kolonie Kiautschou/Tsingtau an Chinas Küste eingenommen. Japan hatte nun Appetit auf neue Eroberungen bekommen. China wollte den Beistand der europäischen und amerikanischen Alliierten des Weltkriegs, um sein Territorium gegen Japan zu sichern - und diesen Beistand wollte es bekommen, indem es den Feinden der Alliierten den Krieg erklärte.
Japanische Expansion und Zweiter Weltkrieg
Alliierte
Japan eroberte 1931 die Mandschurei und errichtete dort 1932 den Marionettenstaat Mandschuko mit Pu Yi als Kaiser. 1937 setzten die Japaner die Eroberungen fort und es kam zum zweiten sino-japanischen Krieg. Der Krieg endete erst 1945 mit dem Ende des zweiten Weltkriegs. Im zweiten Weltkrieg hatte China die zweitgrösste Opferzahl von allen beteiligten Nationen (grösste Opferzahl hatte Russland) (siehe auch: Massaker von Nanking, Einheit 731). Der im Kampf gegen Japan ruhende Konflikt zwischen Kommunisten und Nationalisten flammte danach erneut auf. 1949 besiegten die Mannschaften Mao Zedongs endgültig die Kuomintang unter Chiang Kai-shek. Die Nationalisten flohen auf das erst kürzlich von Japan zurückgewonnene Taiwan, wo die Republik bis heute fortbesteht. Auf dem Festland wurde die Volksrepublik China gegründet.
Volksrepublik und Taiwan
Nach dem Sieg der Kommunistischen Partei über die Kuomintang im chinesischen Bürgerkrieg wurde am 1. Oktober 1949 die Volksrepublik China ausgerufen. Die neue Regierung übernahm schnell die Kontrolle über das jahrzehntelang von Kriegen heimgesuchte Land und formte einen Staat nach dem Vorbild der Sowjetunion.
Erfolge bei der Bekämpfung der Inflation und dem Wiederaufbau der Infrastruktur bescherten der kommunistischen Führung eine gewisse Popularität. Die darniederliegende Landwirtschaft wieder so weit aufgebaut, dass China sich selbst versorgen konnte. Maschinen, ja teilweise selbst einfachste Werkzeuge fehlten, der Wiederaufbau erfolgte mit bloßen Händen. Es war eine Zeit der großen Entbehrungen.
Unter dem Slogan "Lasst hundert Blumen blühen" wurden 1957 Vorschläge und Kritik von der Bevölkerung gefördert. Die chinesischen Intellektuellen nutzten die Gelegenheit und ließen die Tradition der chinesischen Beamten, den Staat frei zu kritisieren, wieder aufleben. Das wurde der kommunistischen Partei schnell zu viel und die gebildete Schicht wurde aufs Land umgesiedelt oder interniert.
Außenpolitisch kam es 1965 zum Bruch mit dem Verbündeten Moskau. Ohne den Ostblock war China nun plötzlich international isoliert.
Industrialisierung (ab 1958) und Kulturrevolution (1966 - 1976)
Im Versuch, schnell die Industrie- und Landwirtschaftsproduktion zu verbessern, wurde von Mao Zedong 1958 ein neues Wirtschaftsprogramm, der sogenannte Große Sprung Nach Vorn verkündet. Diese Politik der Bildung landwirtschaftlicher Produktionsgenossenschaften, der Volkskommunen, und der Errichtung tausender industrieller Produktionsbetriebe auf dem Lande scheiterte. Der erzeugte Stahl war nur minderer Qualität und das Chaos der Umstrukturierung endete in einer Hungersnot, die Schätzung der Totenzahlen geht in die Millionen.
Als Mao nach diesem Fehlschlag in die Defensive gegenüber pragmatischeren Parteigenossen geriet, inszenierte er 1966 die Kulturrevolution (auch"Große Proletarische Kulturrevolution" genannt), die das Land in ein Jahrzehnt von Anarchie und Chaos stürzte. Junge Rote Garden zerschlugen, was Bürgerkrieg und Japaner vom reichen chinesischen Erbe übrig gelassen hatten. Besonders hatte Tibet zu leiden, wo ein Großteil der Klöster und historischen Stätten blind zerstört wurde. Die gesamte Kultur, die nicht in das proletarische Schema paßte, Literatur, Musik, Malerei, wurde unterdrückt, verboten, zerstört.
Die Außenpolitik jener Zeit war von Isolation, besonders dem Chinesisch-Sowjetischen Zerwürfnis gekennzeichnet. In den Vereinten Nationen war nach 1945 die ROC (also Taiwan) als Nachfolger der chinesischen Republik vertreten. Seit 1960 gab es von verschiedenen Staaten des Ostblocks, unter anderem Albanien, den Versuch, Taiwan den Status als einziger legitimer chinesischer Staat abzuerkennen und statt dessen die Volksrepublik anzuerkennen und als Mitglied in die UNO aufzunehmen. Dies hatte allerdings erst am 25. Oktober 1971 Erfolg (UN-Resolution 2758). Durch die Aufnahme vieler neu gegründeter afrikanischer Staaten war das Gewicht in der Volksversammlung zu Gunsten von Peking verschoben worden.
UN-Resolution 2758
Die USA entdeckten im isolierten China einen potentiellen Verbündeten gegen Moskau. Die Annäherung an die USA stand in völligem Gegensatz zum erklärten Ziel Chinas, durch eine "beständige Kulturrevolution" die Welt kommunistisch zu machen. Darüber hinaus waren die Vereinigten Staaten Schutzmacht des Erzfeindes Taiwan. Das Zerwürfnis mit Moskau wog jedoch schwer genug, den Schritt zu gehen und Kontakte in Richtung USA zu knüpfen. 1972 reiste US-Präsident Richard Nixon mit der amerikanischen Tischtennis-Nationalmannschaft nach China, daher die Bezeichnung Ping-Pong-Diplomatie.
Die Wirtschaftliche Modernisierung (seit 1976)
Mao Zedong starb 1976. Für kurze Zeit kam die sogenannte Viererbande unter der Führung von Maos Witwe Jiang Qing an die Macht und versuchte, an die Kulturrevolution anzuknüpfen.
Nach der Zerschlagung der Viererbande übernahmen andere Politiker die Regierung, allen voran Deng Xiaoping. In dieser Phase wurden die Beziehungen zum Westen weiter verbessert, die VR China wurde international anerkannt.
Das Land wurde auf den Weg zur "sozialistischen Marktwirtschaft" gebracht, Reichtum galt nun als chic. Sonderwirtschaftszonen wurden versuchsweise an der Küste eingerichtet, um in eng begrenzten Räumen zu experimentieren. Die Volkskommunen wurden aufgelöst, und Bauern war es erlaubt, auf eigene Rechnung zu wirtschaften. Chinas Wirtschaft gehört seitdem zu den am schnellsten wachsenden der Welt. Die Schattenseite ist eine verstärkte Umweltzerstörung, eine wachsende Schere zwischen arm und reich, immernoch mangelnde Rechte der arbeitenden Bevölkerung, und grassierende Korruption innerhalb der neuen Generation in KP und Militär.
Der Wandel der Konzepte und der wirtschaftliche Aufschwung sorgte auch für viele innerchinesische Diskussionen um den richtigen Weg. Die Demokratisierungsbewegung endete jedoch abrupt, als sich 1989 demonstrierende Studenten und die Volksbefreiungsarmee eine Schlacht auf dem Platz des Himmlischen Friedens (Tiananmen-Platz) lieferten, die blutig endete. Die Übertragung des Ereignisses im internationalen Fernsehen hat China weltweite negative Aufmerksamkeit beschert.
Nach dem Tod Deng Xiaopings 1997 hat eine jüngere Führungsgeneration die Aufgabe, den Balanceakt zwischen Marktwirtschaft und kommunistischer Staatsform zu schaffen. Diese "dritte Generation" trat 2003 "hinter den Bambusvorhang", also sozusagen in den Hintergrund, zurück und machte einer neuen, zumindest vorläufigen "vierten Generation" Platz. Ministerpräsident Wen Jiabao hielt als Vertreter dieser Generation auf dem Volkskongress 2004 eine erstaunliche Rede, die, auf die neuen sozialen Spannungen im Land eingehend, eine Trendwende einläuten könnte. In der Zukunft könnte das reine Mengenwachstum der Volkswirtschaft durch eine Berücksichtigung auch ökologischer Aspekte abgelöst werden.
Hong Kong und Macao
Volkskongress 2004
Am 1. Juli 1997 wurde Hongkong chinesische Sonderverwaltungszone.
Am 1. Dezember 1999 folgte das bis dahin portugiesische Macao als zweite Sonderverwaltungszone.
Taiwan (seit 1949)
Volkskongress 2004
Nach ihrer Niederlage im chinesischen Bürgerkrieg zieht sich die Kuomintang auf die Insel Taiwan zurück und ruft dort 1950 erneut die Republik China aus. Im UN-Sicherheitsrat nimmt den chinesischen Sitz zuerst die Republik China auf Taiwan ein. 1971 wird Taiwan jedoch zugunsten der Volksrepublik China aus der UNO ausgeschlossen, die VRC übernimmt als Atommacht auch den Platz im Sicherheitsrat.
Aus Rücksicht auf Pekings Ein-China-Politik brechen die USA 1978 ihre offiziellen diplomatischen Beziehungen zu Taiwan ab, viele andere Staaten tun das gleiche. Viele Länder sind nun über "Kulturinstitute" auf Taiwan vertreten.
1987 hebt die Kuomintang das Kriegsrecht auf, seitdem findet eine Demokratisierung statt. 1992 werden erstmals freie Parlamentswahlen und 1996 direkte Präsidentschaftswahlen durchgeführt.
Im März 2000 gewinnt Chen Shui-bian die Präsidentschaftswahlen; er wird der erste Präsident, der nicht von der Kuomintang gestellt wird. Die Kuomintag verliert die Parlamentswahlen im Jahr 2001 und geht in die Opposition. Die Fortschrittspartei (DPP) von Präsident Chen Shui-bian wird stärkste Partei, es wird eine Koalitionsregierung gebildet.
2005 finden über Chinesisch-Neujahr das erste mal wieder Direktflüge von der Volksrepublik nach Taiwan statt. Der chinesische Volkskongress verabschiedet ein Gesetz, dass China das Recht einräumt, gegen Taiwan militärisch vorzugehen, sollte es die Unabhängigkeit erklären. (In Taiwan existiert gleichzeitig ein Gesetz, das der Insel das Recht einräumt, die Unabhängigkeit zu erklären, sollte es jemals von der Volksrepublik militärisch bedroht werden.) Im Mai besucht Oppositionsführer Lien Chan die Volksrepublik. Das Medienereignis wird von der Propaganda der Volksrepublik groß gefeiert. Es ist möglicherweise ein weiterer Schritt der Annäherung.
Literatur
- The Cambridge History of China, herausgegeben von Denis Twitchett, John Fairbank und anderen, 15 Bde. (zum Teil in Doppelbänden), Cambridge 1978-1999. Grundlegendes Werk, welches eine umfangreiche und detaillierte Darstellung der chinesischen Geschichte vom Beginn bis zur Gegenwart bietet.
- GEO-Epoche: Das alte China. Hamburg 2002. ISBN 3-570-19352-7 Bebilderte, populärwissenschaftliche Darstellung.
- C.P. Fitzgerald: China. Von der Vorgeschichte bis zum 19. Jahrhundert. Zürich 1967
- Herbert Franke, Rolf Trauzettel (Hrsg.): Das Chinesische Kaiserreich. Frankfurt a.M. 1999 (12. Aufl.). Fischer Weltgeschichte Bd. 19. ISBN 3-596-60019-7 Teilweise veraltete, aber gut lesbare Einführung.
- Jacques Gernet: Die chinesische Welt. Die Geschichte Chinas von den Anfängen bis zur Jetztzeit. Frankfurt Suhrkamp, 1997. suhrkamp taschenbuch Bd. 1505. ISBN 3-518-38005-2
- Charles Reeve / Xi-Xuanwou :Die Hölle auf Erden. Bürokratie, Zwangsarbeit und Business in China, Hamburg 2001, ISBN 3-89401-368-0
- Jonathan D. Spence: Chinas Weg in die Moderne. Frankfurt/M. 1995, ISBN 3763245626
- Fairbank, John: Geschichte des modernen China, München 1989
- Schmidt-Glintzer, Helwig: Geschichte Chinas bis zur Mogolischen Eroberung, München 1999
- Hucker, Charles: Official Titles in Imperial China, Stanford 1985
Siehe auch
- Portal:China
- Nordchina und Südchina
Weblinks
- [http://www.sino-liedtke.de/Chin__Geschichte/chin__geschichte.html Chinesische Geschichte]
- [http://www.jaduland.de/asia/china/index.html Chinesische Geschichte (Mauszeiger zum Öffnen des Menüs auf die rechte untere Bildecke halten)]
- [http://www.uglychinese.org Englisch geschriebene Ostasienseite]
- [http://www.nwc.navy.mil/chinesecs/ Chinesischer Bürgerkrieg 1911-1949]
- [http://www.chinahistoryforum.com/ China History Forum - online englisch Forum für Diskussion der chinesischen Geschichte, beinhaltet chinesische Kriegskunst, Kultur usw.]
Kategorie:Politik (China)
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ja:中国の歴史
ko:중국의 역사
th:ประวัติศาสตร์จีน
814 v. Chr.
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Das 9. Jahrhundert v. Chr. begann am 1. Januar 900 v. Chr. und endete am 31. Dezember 801 v. Chr..
Zeitalter/Epoche
In Mitteleuropa beginnt die Eisenzeit.
Ereignisse/Entwicklungen
- 841 v. Chr. - In einem Aufstand wird König Li von Zhou aus seiner Hauptstadt vertrieben. Das ist das erste bis auf das Jahr datierbare Datum in der chinesischen Geschichte
- 814 v. Chr. Gründung der nordafrikanischen Stadt Karthago
- um 800 v. Chr. - Die Iberer haben erstmals mit den Phöniziern und Griechen Handelskontakte.
Persönlichkeiten
Könige von Juda
- Asa (910 bis 869 v. Chr)
- Joschafat (872 bis 848 v. Chr.)
- Joram (Israel) (848 bis 841 v. Chr.)
- Ahasja (841 bis 835 v. Chr.)
- Joas (835 bis 796 v. Chr.)
- Baesa (909 bis 886 v. Chr.)
- Ela (886 bis 885 v. Chr.)
- Simri (885 v. Chr.)
- Omri (885 bis 874 v. Chr.)
- Ahab (874 bis 853 v. Chr.)
- Ahasja (853 bis 852 v. Chr.)
- Joram (Juda) (852 bis 841 v. Chr.)
- Jehu (841 bis 814 v. Chr.)
- Joahas (814 bis 798 v. Chr.)
Erfindungen und Entdeckungen
00-09
ja:紀元前9世紀
ko:기원전 9세기
Karthago)]]
Karthago (lat. Carthago; griech. Καρχηδων = Karchē'dōn aus dem phönizischen Qart-Hadasht, oder Qrthdst, deutsch „neue Stadt“) ist eine nordafrikanische Stadt, die westlich der Bucht von Tunis kurz vor Tunis in Tunesien liegt. Die von den Römern zerstörte antike punische Hauptstadt ist heute ein Vorort von Tunis und ein wichtiger archäologischer und touristischer Standort.
Die Stadt Karthago beherbergt insbesondere den Präsidentenpalast, den Flughafen Tunis-Carthage.
Geographie
Der Standort Karthagos wird durch den Hügel von Byrsa beherrscht, der das Zentrum der punischen Metropole war.
Heute hebt sie sich ab durch den massiven Umriss der Kathedrale des Heiligen Louis.
Die Kathedrale wurde zum Ende des 19. Jahrhunderts an dem Ort errichtet, der als Ort des Grabes von Ludwig dem IX. angenommen wurde. Dieser starb in Karthago im Laufe des siebten Kreuzzuges. Seine sterblichen Überreste wurden ins Heimatland Frankreich zurückgeführt.
Nach einer Anekdote hatte König Louis Philippe, der von Ludwig IX. abstammt, einen Architekten ausgesandt, um den Ort des Grabes so präzise wie möglich zu finden. Angesichts der Unmöglichkeit diese Aufgabe zu erfüllen, wählte dieser einfach die schönste Stelle.
So wurde an der Seite des Grabes die Kathedrale gebaut, daneben befinden sich die Überreste des wichtigsten Viertels der Stadt.
Es blieben nur einige Ruinen bestehen, aber man kann dort die Kraft ermessen, die von der Stadt ausging.
Das Museum von Karthago befindet sich an diesem Standort und wird dem Besucher lehrreich ermöglichen, sich bewusst zu werden, was diese Einrichtungen waren.
Geschichte
Siehe auch: Geschichte Karthagos
Im Jahr 814 v. Chr. gründeten aus Tyros kommende phönizische Siedler die Stadt Karthago. Nach der Legende war es die Königin Élyssa (Dido für die Römer), die Schwester des Königs von Tyros Pygmalion, welche die Stadt gründete. Einige Historiker lehnen jedoch diese literarische Tradition ab und datieren die Gründung der Stadt in die Mitte des 8. Jahrhundert v. Chr..
8. Jahrhundert v. Chr.
Das punische Karthago wurde 146 v. Chr. im Dritten Punischen Krieg von den Römern zerstört. Auf Begehren Cato des Älteren wurde die Stadt total dem Erdboden gleichgemacht. Unter Cäsar begann der Wiederaufbau – die geographische Lage war viel zu vorteilhaft, um sie brach liegen zu lassen. Dabei wurde sie aber von Grund auf neu nach römischem Vorbild mit den charakteristischen "insulae", ähnlich der in Amerika üblichen Häuserblocks, konstruiert. So wuchs Karthago auch als römische Stadt zu erheblicher Bedeutung heran, war wieder Handels- und Militärzentrum, insbesondere für die römische Flotte. Recht früh für die Verhältnisse des römischen Reiches entstand in Karthago eine umfangreiche christliche Gemeinde. Karthago wurde Bischofssitz. Augustinus von Hippo wurde hier erzogen. Karthago erlebte eine Glanzzeit und war nach Rom die größte Stadt des römischen Westens.
Im Jahre 439 wurde die Stadt von den germanischen Vandalen erobert, die während der Völkerwanderung 429 von Spanien nach Afrika übergesetzt hatten und schließlich die römische Provinz Africa eroberten. Karthago blieb während des 5. und 6. Jahrhunderts Hauptstadt des Vandalenreiches, bevor es 533/34 von oströmischen Truppen unter dem Feldherrn Belisar erobert wurde. In der Folgezeit war es Sitz eines oströmischen (byzantinischen) Statthalters (Exarchat von Karthago) und Sitz der Verwaltung für das byzantinische Nordafrika (etwa das heutige Tunesien und Teile von Libyen, siehe auch Africa). Kaiser Herakleios (lat. Heraklius), der Sohn des Exarchen von Karthago (Kaiser 610-641), zog kurzzeitig in Betracht, die Hauptstadt des Reiches aufgrund der Bedrohung durch die persischen Sassaniden nach Karthago zu verlegen. Im Jahr 647 erlag der byzantinische (oströmische) Statthalter Gregorios, vom Nachschub aus dem Mutterland abgeschnitten, nach kurzer Zeit der in die Provinz einbrechenden Übermacht der Araber (siehe Islamische Expansion). Das stark befestigte Karthago fiel erst 698 endgültig und wurde von den Arabern völlig zerstört. Danach übernahm die Stadt Tunis (Tynes, Tunes) die Rolle eines Verwaltungszentrums.
Kultur
Karthago wurde 1979 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.
Weltkulturerbe
Literatur
- Collette und Gilbert Charles-Picard: Karthago. Leben und Kultur. Reclam, Stuttgart 1983. ISBN 3-15-010316-9.
- Winfried Elliger: Karthago. Stadt der Punier, Römer, Christen. Kohlhammer, Stuttgart 1990. ISBN 3-17-010185-4.
- Werner Huß: Karthago. Beck Verlag, München 1995. ISBN 3-406-39825-1.
- Jürgen Süß u.a.: Karthago – Macht und Reichtum der antiken Großmacht. MediaCultura, Brühl 2004. (CD-ROM) ISBN 3-00-014215-0.
Siehe auch
- Liste der Herrscher Karthagos
- Liste der Städte in Tunesien
- Portal:Tunesien
Kategorie:Geschichte Tunesiens
Kategorie:Weltkulturerbe (Afrika)
Kategorie:Antike Stadt
Kategorie:Römische Stadt
Kategorie:Phönizier
Kategorie:Römische Geschichte
ja:カルタゴ
ko:카르타고
IbererDie Iberer waren eine Volks- oder Stammesgruppe, die die Iberische Halbinsel, zeitweise auch Gebiete außerhalb derselben, bewohnten.
Die Iberer gelten nicht als Indoeuropäer bzw. Indogermanen und hatten demnach auch eine Sprache, die keiner der Indoeuropäischen Sprachen ähnelt. Vermutungen, sie seien als Volk oder Sprachgruppe mit den Basken verwandt, haben sich bislang nicht erhärten lassen.
Zum Ursprung der Iberer gibt es eine Reihe von Vermutungen: Eine Meinung ist, sie seien im Neolithikum von Nordafrika eingewandert, eine andere Ansicht betrachtet sie als Teil der Ureinwohner Europas.
Die Iberer traten etwa 1000 v. Chr. erstmals in Erscheinung und hatten seit 800 v. Chr. mit den Phöniziern und Griechen Handelskontakte, bei denen das auf der Iberischen Halbinsel vorkommende Silber ein begehrtes Produkt war. Diese bis ins 5. vorchristliche Jahrhundert reichende Periode des Handels stellt gleichzeitig die Blütezeit der iberischen Kultur dar. Sie ist durch zahlreiche archäologische Funde nachgewiesen. (siehe etwa die Ausstellung in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland [http://www2.kah-bonn.de/1/23/0.htm])
Unterschieden werden die Ligurer und die eigentlichen Iberer. Erstere sind aus dem Osten der Iberischen Halbinsel sowie aus Gallien bekannt, letztere siedelten im Süden und Westen der Iberischen Halbinsel. Im 5. und 4. vorchristlichen Jahrhundert wanderten Kelten nach Westen und verdrängten die Ligurer, während die Iberer im heutigen Spanien ihre Eigenständigkeit bewahrten oder sich mit ihnen vermischten (Keltiberer). Aus dieser Zeit stammen die Stammeseinteilungen in Keltiberer, Lusitaner (heutiges Portugal), Asturer und Cantabrer (Nord-West-Spanien) sowie Turdetaner (bei Tartessos).
Danach traten die Iberer zur Zeit der Punischen Kriege ins Weltgeschehen, als sie erst von Karthago, dann vom römischen Reich militärisch bedrängt und letztendlich besetzt wurden. Die folgende Romanisierung bedeutete das Ende einer eigenständigen Kultur oder Politik.
Nach dem Untergang des römischen Reiches endete die Epoche der Iberer endgültig mit dem Einfall der Wandalen (406), der Westgoten (415) und schließlich der Araber (712).
Kategorie:Historische europäische Ethnie
Kategorie:Iberische Halbinsel
PhönizierDie Phönizier waren ein semitisches Volk der Antike und lebten hauptsächlich im Bereich des jetzigen Libanon und Syrien an der Mittelmeerküste. Das Reich bestand aus Stadtstaaten, welche politische Selbständigkeit hatten. Die wichtigsten Städte waren: Arados, Byblos, Berytos, Sidon und Tyros, welches in der Zeit zwischen 1000 bis ca. 774 v. Chr. die führende Macht unter den Städten war.
Geschichte
Der Name "Phönizier" ist von der griechischen Bezeichnung "Phoinikes" abgeleitet. Sie selbst haben sich nie "Phönizier" oder ähnlich genannt, sondern nach den Städten, aus denen sie kamen, z.B. Sidonier = Leute aus Sidon. Die Phönizier zählen zu den ersten, bekannten Seefahrern. Phönikische Gewebe, insbesondere Purpurstoffe, waren in Griechenland sehr geschätzt.
Nach Herodot stammten die Phönizier von den Kanaanitern ab und hatten ihren Ursprung im Gebiet des persischen Golfs. Ihre Sprache war nordwestsemitisch. Eine phönizische Kolonie war Karthago (im heutigen Tunesien). Die Karthager wurden von den Römern Poeni (Punier) genannt.
Die Phönizier waren ausgezeichnete Seefahrer. Sie kolonisierten den Mittelmeerraum von Zypern über Sizilien bis Spanien, bereisten Gadir, Cerne und unter Hanno dem Seefahrer durchfuhren sie (von Karthago aus) Gibraltar und reisten bis zum Golf von Guinea. Sie handelten mit Britannien und kauften Zinn von den Gruben der Halbinsel Cornwall.
Es gibt popularwissenschaftliche Theorien, nach denen die phönizischen Seefahrer bereits ca. zwei Jahrtausende vor Christoph Kolumbus den Weg über den Atlantik bis nach Amerika fanden - und regelmässig befuhren.
Im 8. Jahrhundert v. Chr. verloren die Phönizier ihre Unabhängigkeit und standen unter dem Einfluss der Assyrer. Im Jahr 701 v. Chr. eroberte das Neuassyrische Reich unter Sanherib Phönikien (außer Tyros).
Ab dem Jahr 586 v. Chr. Zugehörigkeit zum Neubabylonischen Reich, außer Tyros, welches einer 13jährigen Belagerung (von 585 bis 573 v. Chr.) standhalten konnte.
Um 520 v. Chr. wiederum kam das Land schließlich unter persische Herrschaft, wobei die phönizischen
Städte als persische Vasallenkönigtümer eingegliedert wurden. Unter persischer Herrschaft stellten sie mit ihren Schiffen einen großen Teil der persischen Kriegsflotte.
Im Auftrag des Pharaos Necho II. sollen sie, um 600 v. Chr. eine große Expedition unternommen haben, von der Sinaihalbinsel ausgehend, mit Schiffen von ca. 40 m Länge, ausgestattet mit 40 Riemen (Ruderern) und einem Segel, über Somalia, den Äquator nach Südafrika, und dann entlang der Westküste Afrikas zurück ins Mittelmeer, so dass sie binnen 3 Jahren ganz Afrika umrundeten – eine Strecke von 30.000 km in unbekannten Gewässern. Die Fahrt wurde durch längere Landaufenthalte zum Säen und Ernten von Getreide unterbrochen. Diese Reise wurde von Herodot beschrieben, ist aber sonst nicht verifiziert. Für ihre Plausibilität spricht jedoch, dass nach seinem Bericht die Seefahrer verwundert waren, dass sie, westwärts fahrend, die Mittagssonne auf der rechten Seite (also im Norden) zu sehen bekamen - was Herodot selbst nicht glauben wollte.
Die Zerstörung von Tyros durch Alexander den Großen 332 v. Chr. und Karthagos durch die Römer 146 v. Chr. bedeutete das Ende der Phönizier.
Die heutigen Bewohner des Libanons sind zum großen Teil phönizischer Abstammung mit syro-mesopotamischer Mischung, die sich durch die syrische Christianisierung des Libanons bemerkbar macht.
Die maronitische Kirche (zur der die meisten Christen im Libanon gehören) festigte die Verbindung des syrischen Ost-Christentums mit den historischen phönizischen Ursprüngen des Landes.
Wirtschaft (Holz)
Die Phönizier waren kulturbildend. Sie schufen die Urform des europäischen Alphabets und waren die ersten bekannten Benutzer der Farbe Purpur (ein Farbton zwischen Rot und Violett). Quelle dieser königlichen Farbe war die Purpurschnecke (Murex trunculus). Purpur und die hervorragend für den Schiffbau geeignete Libanonzeder waren als natürliche Ressourcen maßgeblich am Aufstieg des Reiches beteiligt. Nach Vernichtung der Zedernbestände ging das ehemals mächtige Reich unter - ein eindrucksvolles Beispiel für die Folgen nicht nachhaltiger Nutzung. Das ursprünglich im Libanon mit 500.000 Hektar anzusetzende natürliche Areal ist heute auf 2.000 Hektar zusammengeschrumpft, davon gerade 342 Hektar Reinbestände, davon 85 Hektar nahe Tanourinne und Hadem und jeweils 40 Hektar bei Ain Zahalsa und Jebel Baroun. Es gibt nur noch einen einzigen Altbestand von 16 Hektar bei Besharri.
Die Zedern lieferten große dicke Stämme von sehr schönem, dauerhaftem und leicht zu bearbeitendem Holz. Dieses verwindet sich beim Trocknen nicht. Nicht nur der Holzhunger der Flotten von 2.700 vor Christus bis in das erste Jahrtausend nach Christus verschlang Hektar um Hektar. Begehrt war das Zedernholz auch für Paläste und Tempel im weiten Umfeld. Der erste Bericht stammt aus der Zeit des Pharao Senefru um 2750 vor Christus und erwähnt dessen Belieferung mit Zedernholz aus Byblos. Aber auch nach Mesepotamien wurde das Zedernholz geliefert, z.B. um 2.400 v. Chr. Lieferung für den Fürst Gudea in Lagasch viele 20-30 Meter lange Stämme. Als Phönizien zum Ägyptischen Reich gehörte, führten Zwangsarbeiter große Kahlschläge für die riesigen Tempelanlagen von Theben, Karnak und Memphis durch. Aber auch Gebrauchsgüter wie die Särge (auch die der Pharaonen) wurden aus dem aromatischen Holz hergestellt, das sogar als Räucherwerk verbrannt wurde. Auch Griechenland importierte z.B. für den Tempel der Diana in Ephesos Zedernholz aus Phönizien ebenso wie die Könige Israels, David und Salomon für den Tempelbau und ihre Palastbauten. Allein in der Bibel findet die Libanonzeder in 40 Kapiteln in 18 Büchern über hundertmal Erwähnung. Sie galt im Altertum als schönster Baum der Erde. Im salomonischen Tempel waren Säulen, Wände, Chor, Dachkonstruktion, das Allerheiligste und die Täfelung der Altäre aus Zedernholz. Zedernholzschindeln wurden als Dachabdeckung verwendet. Kein Wunder dass 333. v.Chr. Alexander der Große im Südlibanon bereits kein Zedernholz mehr für seinen Bedarf für Schiffbau fand und diesen nur noch in entlegenen Gebieten des Anti-Libanon decken konnte. In Phönizien diente das Holz auch zur Herstellung hochwertiger Möbel und für Gebrauchsgegenstände. Auch das Harz wurde geschätzt und vielfach bis zum Einbalsamieren der ägyptischen Mumien verwendet.
Reich wurden die Phönizier aber letztlich durch ihren Handel basierend auf ihren Kolonien und Stützpunkten und ihrer mächtigen Handelsflotte aus Libanonzedern andererseits.
Phönizische Religion
In der griechischen Mythologie gilt der Phönix als Stammvater der Phönizier und ist Vater von Kadmos und Europa. Die Phönizier hatten einen höchsten Gott El sowie mehrere Stadtgötter, als bevorzugte weibliche Gottheit Astarte, und den Vegetationsgott Adonis.
Literatur
- Sommer, Michael: Die Phönizier - Handelsherren zwischen Orient und Okzident, Kröner: Stuttgart, 2005, ISBN 3520454017
- Markoe, Glenn E.: Die Phönizier, Theis: Darmstadt, 2003, ISBN 3806218161
- Sudhoff, Heinke: Sorry Kolumbus - Seefahrer der Antike entdecken Amerika, Gustav Lübbe Verlag: Bergisch Gladbach, ISBN 3404641167
- Herm, Gerhard: Die Phönizier - Das Purpurreich der Antike, Econ: Düsseldorf, 1980, ISBN 3-430-14452-3
- Müller, H.-P.: Religionen am Rande der griechisch-römischen Welt: Phönizier und Punier, in: H.-P. Müller - F. Siegert: Antike Randgesellschaften und Randgruppen im östlichen Mittelmeerraum (Münsteraner Judaistische Studien 5), Münster, 2000, S. 9-28
- Moscati, Sabatino: Die Phöniker. Von 1200 v.Chr. bis zum Untergang Karthagos, Zürich, 1966
Siehe auch
- Phönizisches Alphabet
Weblinks
- http://phoenicia.org - Exzellente umfangreiche Site in englischer Sprache
- [http://www.br-online.de/wissen-bildung/collegeradio/medien/geschichte/alphabet/ Bei den Erfindern des Alphabets: Alltag im alten Phönizien] (Materialien des CollegeRadio)
Kategorie:Phönizier
Kategorie:Ethnie
Kategorie:Karthago
ja:フェニキア
HellenenHellenen sind die Bewohner von Hellas, der griechischen Bezeichnung für Griechenland, siehe auch Neugriechen
Thukydides, ein griechischer Historiker aus dem 5. Jh. v. Chr., weist in seinem Werk "Der Peloponnesische Krieg" darauf hin, dass Homer für die Gesamtheit der Griechen nie das Wort Hellenen benutzte, sondern Danaer (Danoi), Achäer (Achaioi) oder Argeier. Bei Homer habe Hellenen vielmehr ausschließlich die Gefährten Achills bezeichnet. Thukydides führt weiter aus, dass es in der Phthiotis, aus der auch Achill stammte, einen gewissen Hellen gegeben hatte, von dem der Name herrührte.
Später wurde der Begriff Hellenen als Abgrenzung zu den Barbaren benutzt, das Unterscheidungskriterium war jedoch nicht die Sprache, sondern Hellenen waren alle, die an den Olympischen Spielen oder den Mysterien von Eleusis teilnehmen durften.
Zur Herkunft der außerhalb Griechenlands üblichen Bezeichnung siehe Magna Graecia.
ASADie Abkürzung ASA steht für
- Advanced SCSI Architecture.
- American Standards Association - meint häufig eine Norm für die Filmempfindlichkeit.
- Assab in Eritrea - Internationaler Flughafencode.
- Advertising Standard Authority, ein Behörde zur Überwachung der Werbung in Großbritannien.
- Amerikanisch-Samoa (IOC).
- Acrylester-Styrol-Acrylnitril-Terpolymer, ein Kunststoff.
- Arbeitsschutzausschuss, eine Organ des betrieblichen Arbeitsschutz.
- [http://www.asahq.org/ American Society of Anesthesiologists] amerikanische Fachgesellschaft für Anästhesiologie.
- Arbeits- und Studien-Aufenthalte - ein Stipendien-Programm für entwicklungspolitisches Lernen.
- U.S. Army Security Agency (USAASA).
- Cisco Adaptive Security Algorithm.
Kategorie:Abkürzung
ja:ASA
Königreich Israel
Das Königreich Israel existierte von etwa 1010 bis 926 v. Chr., unter anderem Unter den Königen Saul, David und Salomo. Es teilte sich später auf in das Nordreich Israel und das südliche Reich Juda
Geschichtliche Entwicklung
Die Israeliten bildeten erst spät, um 1010 v. Chr., ein geeintes Königreich. Der erste König war Saul, der jedoch nur de |